Modernes Sport-Karate

Modernes Sport-Karate wurde 1971 am Institut für Leibesübungen der RWTH Aachen als neuartiges Trainingskonzept für Sportkampf und Selbstverteidigung entwickelt. Die Beobachtung verschiedener Stilrichtungen im Kampf führte zu dem Ergebnis, dass trotz großer Unterschiede in der Ausbildung die Kämpfer in gleichen Bewegungsmustern agieren.

Daraus wurde ein Ausbildungssystem entwickelt, dass dem Anfänger schnell und direkt die praktikablen Techniken für Wettkampf und Selbstverteidigung vermittelt. Kicks, Fußfeger und Fauststöße sind in ein logisches Bewegungsschema eingebettet, das es erlaubt, die verschiedenen Techniken vielfältig zu variieren und zu kombinieren.

Modernes Sport-Karate versteht sich als Weiterentwicklung des klassischen Karates auf der Grundlage der modernen Sportwissenschaften. Nähere Informationen findet Ihr in dem Buch “Modernes Sport Karate” von Dr. Rudolf Jakhel.

Training

Modernes Sport Karate bietet eine effiziente Schulung ohne Umwege und pseudophilosophisches Beiwerk. Das Trainingsprogramm ist nach didaktischen Prinzipien durchstrukturiert und basiert auf einem „Schritt-für-Schritt”-Verfahren. Es ist so aufgebaut, dass jeder möglichst schnell an Karate als Wettkampfsport herangeführt wird. Die Anfänger lernen von Beginn an effektive Angriffs- und Verteidigungstechniken, wie Fauststöße, unterschiedlichste Kicks, Fußfeger und Ableitungen. So können sie schon mit dem gelben Gurt erste praktische Erfahrungen auf Turnieren sammeln.

Das Training ist vielseitig und auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz. Es verlangt aber auch etwas Einsatz und regelmäßige Teilnahme. Kraft steht bei uns weniger im Vordergrund als Technik und Koordination. Beides ist lernbar. Zur Ergänzung des regulären Trainings bieten wir Intensivschulungen an mehren Wochenenden im Semester an; für Fortgeschrittene und Wettkämpfer gibt es internationale Trainingscamps.

Auf Sicherheit legen wir besonders viel Wert. Kontakt zu empfindlichen Stellen wie Kopf, Wirbelsäule, Knie und unter die Gürtellinie ist verboten. Das allgemeine Verletzungsrisiko ist geringer als bei vielen populären Nicht-Kampfsportarten wie zum Beispiel Fußball oder Volleyball.

Die Nebeneffekte des MSK-Trainings:

  • Die allgemeine Motorik wird umfassend verbessert – und damit das Körpergefühl. Schon viele haben über sich selbst gestaunt.
  • Sämtliche wichtigen Muskelgruppen werden trainiert. Diesen Effekt erzielen ansonsten nur wenige Sportarten wie z. B. Turnen und andere gymnastischen Sportarten. Die MSK-Techniken unterstützen in erster Linie Gesäß und Beine, aber auch die gesamte Rumpfmuskulatur. „BBP” ist quasi schon eingebaut.
  • Haltungsschulung: Training und Gymnastik unterstützen die Wirbelsäule. Gut für Schreibtischtäter und Computerfreaks.
  • Intensives Stretching verbessert entscheidend die allgemeine Beweglichkeit.
  • Verbesserung der allgemeinen Kondition.
  • Konfliktmanagement: Der mentale und kommunikative Umgang mit kritischen Situationen wird geschult. Das hilft nicht nur bei der Selbstverteidigung.